Was ist EMDR?
EMDR ist eine bewährte Methode in der Traumatherapie und wird inzwischen auch erfolgreich bei anderen seelischen Belastungen eingesetzt. Erfahren Sie mehr darüber, wie EMDR wirkt, in welchen Phasen die Therapie abläuft, wann die Methode sinnvoll eingesetzt werden kann und wann eher nicht.
Mein Name ist Christiane Scheller. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie und EMDR-Therapeutin begleite ich Menschen in meiner Praxis in Berlin Prenzlauer Berg sowie online.

EMDR steht für "Eye Movement Desensitization and Reprocessing", was auf Deutsch so viel bedeutet wie "Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen". Diese Methode wurde von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro entwickelt und hat sich zunächst in der Traumatherapie bewährt. Heute wird EMDR auch erfolgreich bei anderen seelischen Belastungen eingesetzt – etwa bei Ängsten, Depressionen, Überforderung oder starken Selbstzweifeln.
In meiner Praxis im Prenzlauer Berg begleite ich Menschen mit dieser Methode bei der behutsamen Verarbeitung belastender Erfahrungen. Mehr über meine Arbeit mit EMDR-Therapie in Berlin und EMDR-Therapie online finden Sie hier.
Ziel von EMDR ist nicht, Erinnerungen „auszulöschen“, sondern sie neu zu verknüpfen – damit das Erlebte zur Vergangenheit werden darf und das Jetzt wieder mehr Raum bekommt.
EMDR-Informationsblatt zum Herunterladen
Eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte dieser Seite
Wie EMDR wirkt
Manchmal bleiben belastende Erfahrungen oder intensive Gefühle im Nervensystem „stecken“. Sie sind nicht vollständig verarbeitet – und können uns auch Jahre später emotional oder körperlich belasten.
Im EMDR-Prozess wird das Erlebte schrittweise aktiviert und mit neuen, unterstützenden Informationen verknüpft.
Durch bilaterale Stimulation – also rhythmische Augenbewegungen oder sanfte taktile bzw. akustische Reize – wird die Verarbeitung im Gehirn unterstützt. So kann das Erlebte integriert und die innere Belastung spürbar reduziert werden.
EMDR kann sowohl in der Praxis als auch im Online-Setting durchgeführt werden. Viele Menschen sind überrascht, wie gut diese Methode auch über eine sichere Videoverbindung funktioniert.
Hier finden Sie mehr Informationen zur EMDR-Therapie online.
Die Phasen der EMDR-Therapie – wie eine Sitzung abläuft
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Die EMDR-Therapie besteht aus mehreren Phasen. Zunächst wird eine ausführliche Anamnese durchgeführt, um die spezifischen Probleme oder belastenden Erinnerungen des Klienten zu verstehen.
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Danach folgt die Vorbereitung, in der u.a. Techniken zur Stressbewältigung vermittelt werden, um die Voraussetzungen für den Umgang mit intensiven Emotionen zu schaffen. Eigene Ressourcen (wieder) entdecken und verankern, stabiler im Alltag stehen - das sind zentrale und unverzichtbare Phasen des EMDR-Prozesses.
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In der eigentlichen Verarbeitungsphase steht die belastende Erinnerung im Mittelpunkt, während eine Serie von bilateralen Stimuli folgt. Oft verändert sich dabei die Wahrnehmung des Erinnerten: Neue Einsichten können entstehen, andere Perspektiven werden möglich. Auch körperliche Empfindungen können wahrgenommen und in den Prozess einbezogen werden.
Positive Erfahrungen oder neue Sichtweisen werden anschließend bewusst gestärkt und im Körper verankert.
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Schließlich wird die Sitzung mit einer Nachbesprechung und einer Reflektion über die gemachten Erfahrungen und Fortschritte abgeschlossen. Viele Menschen erleben schon nach wenigen Sitzungen eine deutliche Erleichterung – andere nutzen EMDR als Teil eines längeren Prozesses der inneren Entwicklung.
Häufige Fragen zu EMDR aus meiner Praxis
Muss ich bei EMDR über alles sprechen, was ich erlebt habe?
Nein. Anders als viele Menschen zunächst vermuten, müssen belastende Erfahrungen bei EMDR nicht bis ins kleinste Detail erzählt werden. Für die therapeutische Arbeit ist es wichtig, gemeinsam zu verstehen, was Sie belastet und woran wir arbeiten. Während der eigentlichen Verarbeitung kann jedoch vieles innerlich ablaufen. Gedanken, Bilder, Gefühle oder Körperempfindungen dürfen auftauchen, ohne dass Sie mir jeden einzelnen Inhalt ausführlich schildern müssen. Gerade bei Erfahrungen, über die zu sprechen schwerfällt, kann das als entlastend erlebt werden.
Was passiert, wenn bei EMDR plötzlich andere Erinnerungen auftauchen?
Das kommt durchaus vor. Wir beginnen möglicherweise mit einer bestimmten belastenden Situation und während der Verarbeitung taucht unerwartet eine andere, vielleicht seit vielen Jahren vergessene Erinnerung auf.
Manchmal zeigt sich dabei, dass verschiedene Erfahrungen durch ein gemeinsames emotionales Thema miteinander verbunden sind – beispielsweise durch das Gefühl, nicht gut genug, allein, ausgeliefert oder nicht sicher zu sein.
Wir beobachten gemeinsam, wohin der individuelle Verarbeitungsprozess führt. Wenn eine neu aufgetauchte Erinnerung für die aktuelle Belastung bedeutsam erscheint, kann es sinnvoll sein, diese zunächst weiterzuverarbeiten, bevor wir zum ursprünglich geplanten Thema zurückkehren.
Was passiert, wenn EMDR zu belastend wird?
EMDR bedeutet nicht, dass Sie eine belastende Erinnerung möglichst lange aushalten müssen. Vor der eigentlichen Verarbeitung lernen wir uns kennen und klären, was Sie benötigen, um mit auftauchenden Emotionen umgehen zu können.
Während einer EMDR-Sitzung bleiben wir miteinander im Kontakt. Die Verarbeitung kann jederzeit verlangsamt oder unterbrochen werden. Manchmal ist es sinnvoll, zunächst an Stabilität und inneren Ressourcen zu arbeiten und eine belastende Erinnerung erst später zu bearbeiten. Das Tempo richtet sich deshalb nicht nach einem festen EMDR-Schema, sondern nach Ihnen und Ihrer persönlichen Situation.
„EMDR ist nicht nur eine Technik, sondern ein umfassendes therapeutisches Konzept, das die Selbstheilungskräfte des Individuums aktiviert.“ Francine Shapiro
Wann EMDR sinnvoll ist – und wann nicht
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EMDR eignet sich für viele Themen, die mit intensiven Gefühlen, Überforderung oder unverarbeiteten Erfahrungen verbunden sind.
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Nicht angewendet wird die Methode bei akuten psychotischen Zuständen, schwerer Instabilität, aktiver Sucht oder bestimmten neurologischen Erkrankungen. In solchen Fällen steht zunächst Stabilisierung im Vordergrund.
