Was ist Schema-Therapie?
Die Schema-Therapie wurde von dem amerikanischen Psychologen Jeffrey Young begründet und ist ein innovativer Ansatz, der verschiedene therapeutische Methoden miteinander kombiniert. Sie wurde entwickelt, um tief verwurzelte emotionale Muster, die als „Schemata“ bezeichnet werden, zu erkennen und zu verändern. Diese Schemata entstehen oft in der Kindheit und prägen unsere Wahrnehmung von uns selbst und von anderen.
"Wenn Sie weiterhin das tun, was Sie bisher getan haben, werden Sie weiterhin das bekommen, was Sie bisher bekommen haben." G. Kayen
Erkennen von Schemata
In den ersten Sitzungen der Schema-Therapie geht es darum, die persönlichen Schemata – also die emotionalen Muster – möglichst klar zu identifizieren. Diese können negative Glaubenssätze über sich selbst oder über zwischenmenschliche Beziehungen umfassen, wie etwa „Ich bin nicht gut genug“, „Niemand interessiert sich für mich“ oder „Niemand kümmert sich um mich“. Durch gezielte Fragen und Übungen können diese Muster erkannt und verstanden werden, wie sie das eigene Verhalten und die Emotionen beeinflussen.
Die Bedeutung der empathischen Beziehung
Ein zentraler Bestandteil der Schema-Therapie ist die empathische Beziehung zwischen Klientin/Klient und Therapeutin/Therapeut. Diese vertrauensvolle Verbindung schafft einen sicheren Raum, in dem offen über persönliche Gefühle und Erfahrungen gesprochen werden kann. Die Therapeutin/der Therapeut unterstützt dabei, die eigenen, oftmals tabuisierten Emotionen zu erkunden und zu verarbeiten.
Methoden der Schema-Therapie
In der Schema-Therapie kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, um emotionale Blockaden zu lösen und neue Perspektiven zu entwickeln. Dazu gehören beispielsweise Rollenspiele, um Schemata aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Des weiteren kommen die sog. Stuhl-Technik oder Imaginationsübungen zum Einsatz, die hilfreich sind, innere Bilder und Emotionen zu visualisieren und zu bearbeiten.
Gesunde Bewältigungs-mechanismen entwickeln
Ein wichtiges Ziel der Schema-Therapie ist es, gesunde Bewältigungsmechanismen zu fördern. Gemeinsam mit dem Therapeuten /der Therapeutin werden Strategien entwickelt, um mit schwierigen Emotionen und Situationen besser umzugehen. Dies kann helfen, alte, ungesunde Verhaltensweisen abzubauen und neue, konstruktive Verhaltensweisen zu erlernen.
Zielsetzung und Fortschritts-überprüfung
Während des Therapieprozesses sind realistische Ziele und Meilensteine wichtig, um die individuellen Fortschritte zu messen. Diese Ziele können sowohl kurzfristige als auch langfristige Veränderungen des Verhaltens und der emotionalen Gesundheit umfassen. Regelmäßige Reflexionen über die Fortschritte sind ein wichtiger Bestandteil des Prozesses.
Die Schema-Therapie zielt darauf ab, alte Muster hinter sich zu lassen und neue Wege zu finden, mit Herausforderungen umzugehen.
Kennenlernen
Sie können gern ein 20-minütiges kostenloses und unverbindliches Kennenlerngespräch mit mir vereinbaren, das wir telefonisch oder als VideoCall führen.
