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Alles darf dauern

Aktualisiert: 27. Juli 2025

Ein Text über Langsamkeit, Reifung, Pausen. Warum Nichtstun auch ein Weg ist.


Nebel hängt zwischen den Bäumen, zart und still. Der Morgen hat es nicht eilig. Der Nebel bleibt. Er wartet, bis die Sonne ihn allmählich auflöst. Manchmal müssen auch wir warten, still sein, zur Ruhe kommen. Die Touristen auf der portugiesischen Insel wollen endlich die Wärme auf der Haut fühlen, den Blick aufs Meer richten, das hinter dem Nebel verborgen liegt. Die langsam Reisenden erleben die Freude des kühlen Nebels auf der Haut, bevor die Hitze des Tages einsetzt, sie geben sich dem Geheimnisvollen der hellen Schleier hin. Sie lassen sich vom Ungemachten, dem im Werden begriffenen berühren und ahnen, dass etwas reift, im kommenden Tag und in ihrem Inneren.


Zwei Bäume im Nebel als Symbol für Langsamkeit, Pausen und Selbstfürsorge

 

Nichtstun als Selbstfürsorge


Langsamkeit ist nicht das Gegenteil von Schnelligkeit, sondern eine andere Art des Seins. Sie ist ein Weg, um die Welt neu zu entdecken, um den Moment zu spüren. Wenn wir uns erlauben, nicht immer "mehr" zu tun, entdecken wir, dass das "Nichtstun" ein Akt der Heilung sein kann. Wie der Fluss, der langsam fließt, um alle Steine zu umspülen. Warum fällt es uns oft so schwer, stillzustehen? Vielleicht, weil wir glauben, dass das Leben an uns vorbeizieht, wenn wir nicht immer in Bewegung sind. Doch manchmal ist es genau die Pause, die wir brauchen, um zu erfahren: Das Leben findet in uns statt, wir lauschen unserer Stille und finden Frieden.

 
 
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