Therapeutische Begleitung bei belastenden Glaubenserfahrungen

Religiöse Prägungen können lange nachwirken – manchmal in Form von Schuld, Scham oder dem Gefühl, nicht frei entscheiden zu können. In einem geschützten Rahmen können diese Erfahrungen angeschaut und in neuer Weise verstanden werden. Ziel ist es, eigene Wege zu entwickeln und mit der persönlichen Glaubensgeschichte versöhnlich umzugehen.
Typische Themen
Begleitung kann hilfreich sein für Menschen, die …
-
restriktive religiöse Kontexte kennen,
-
unter Schuld- oder Schamgefühlen aus religiöser Erziehung leiden,
-
Frieden mit einem belastenden Gottesbild suchen,
-
Erfahrungen in Freikirchen oder evangelikalen Gemeinschaften gemacht haben,
-
die eigene Glaubensgeschichte besser verstehen und neu einordnen möchten
(Fragen rund um Dekonstruktion und Rekonstruktion von Glaube und Spiritualität), -
sogenannte Purity-Culture-Prägungen und ihre Folgen reflektieren möchten.
Wie therapeutische Begleitung helfen kann
Viele Menschen erleben den Ausstieg aus religiösen Strukturen als Befreiung – und zugleich als Herausforderung. In der Therapie geht es darum, Erfahrungen zu sortieren, Gefühle ernst zu nehmen und innere Freiheit zurückzugewinnen. Spiritualität darf bleiben – aber in einer Form, die stärkt und nicht einengt. Die Begleitung unterstützt dabei, einen neuen Umgang mit Schuldgefühlen, Ängsten oder inneren Konflikten zu finden. Der Prozess ist individuell – jede Person bestimmt, was wichtig ist und welches Tempo passend ist.
Methoden / EMDR
Neben der Gesprächstherapie können auch emotionsaktivierende Methoden, etwa EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), hilfreich sein. EMDR unterstützt die Verarbeitung belastender Erinnerungen und Erfahrungen und kann besonders dann wirksam sein, wenn Glauben und emotionale Verletzung miteinander verknüpft sind.
Für wen geeignet?
Manche Menschen haben ihre Gemeinschaft bereits vor Jahren verlassen, andere stehen noch mitten im Prozess. Manche suchen nach einer neuen Form von Spiritualität, andere nach innerem Abstand. Unabhängig vom eigenen Weg bietet die Begleitung Raum, Fragen, Zweifel und Gefühle in sicherem Rahmen zu betrachten.
Religionssensibler Ansatz
Religionssensibilität bedeutet, dass Spiritualität, Glaube und Zweifel ernst genommen werden – ohne Bewertung. Es geht nicht um Glaubensinhalte, sondern um das persönliche Erleben. Ziel ist, einen hilfreichen Umgang mit der eigenen Geschichte zu finden und die eigene innere Stimme wiederzuentdecken.
Bitte beachten Sie: Meine Praxis ist eine Privat- und Selbstzahlerpraxis. Die Kosten werden in der Regel von Ihnen selbst getragen. Manche privaten Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen können eine Erstattung ermöglichen. Für Sie bedeutet das: absolute Vertraulichkeit, keine Weitergabe von Informationen oder Diagnosen an Krankenkassen und flexible Gestaltung der Begleitung.
