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Was die zweite Lieblingsfarbe über uns erzählt

Aktualisiert: 27. Okt. 2025

Wenn man jemanden fragt: "Was ist deine Lieblingsfarbe?", kommt die Antwort meist ohne Zögern. Rot. Grün. Gelb. Blau. Manche sagen sogar: "Schon immer!" Und was, wenn du nach der zweiten Lieblingsfarbe fragst? Meist folgt dann ein kurzes Schweigen. Nachdenken. Vielleicht sogar ein Lächeln.


Meine erste Lieblingsfarbe ist rot – schon immer. Die zweite ist so ein ganz bestimmtes Blau zwischen mittel- und dunkelblau mit einem dezenten leichten Silberlichtgrauschimmer.

So wie das Meer aussieht, wenn es einen leicht bedeckten Himmel reflektiert. Still wie ein Urlaubstag, an dem es nicht Action gibt, sondern Ausruhen auf einer Bank mit Blick in die Weite.


Das Meer spiegelt sich das blau-grau des Himmels

Bedeutung des Unscheinbaren


Die zweite Lieblingsfarbe steht nicht im Rampenlicht. Sie zeigt sich im Pullover, den man immer wieder anzieht, obwohl er nie Komplimente bekommt. Oder im Farbton eines Schals, der nicht modisch ist, dafür ein Begleiter über Jahre.


Vielleicht sagt die zweite Lieblingsfarbe sogar mehr über uns aus als die erste. Weil sie weniger gefallen will. Sie steht für Nuancen unserer Persönlichkeit, für Sehnsüchte, die wir uns vielleicht selten eingestehen. Und weil sie das Unscheinbare mit Bedeutung füllt.


Unsere zweite Lieblingsfarbe erinnert uns daran, genauer hinzusehen – nicht nur bei Farben.

 
 
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